Eduard Schunk – Softwarelösungen & Digitale Prozesse

Referenzprojekt

Wie ein Lackierbetrieb einen Auftrag mit Nachweispflicht abwickelt

Industrielackierservice Süd GmbH, Blaubeuren · rund 40 Mitarbeiter · im Einsatz seit Dezember 2023

Der Auslöser

Industrielackierservice Süd beschichtet im Lohnauftrag — von Kleinteilen bis zu großen Bauteilen. 2023 kam ein Auftrag dazu, der etwas verlangte, das der Betrieb so vorher nicht leisten musste: einen lückenlosen Nachweis für jedes einzelne Teil, dazu eine schnelle Abwicklung und Papiere, die exakt zur Bestellung passen.

Die Bestellung kommt als PDF per E-Mail — mit Bestellnummer, Auftragsnummer, Position, Artikel, Gewicht und Menge. Am Ende muss die beschichtete Ware mit Papieren zurückgehen, die so genau sind, dass der Kunde sie direkt in sein eigenes System einscannen kann.

Das kaufmännische ERP im Haus deckt die Buchhaltung ab. Den Weg des einzelnen Teils durch die Halle — Wareneingang, Beschichtung, Verpackung, Versand, Nachweis — deckt es nicht ab. Diese Lücke mit Excel-Listen zu füllen, hätte bei mehreren hundert Aufträgen im Monat nicht funktioniert.

Was gebaut wurde

Kein Ersatz für das vorhandene ERP, sondern eine Ergänzung genau an der Stelle, an der es aufhört: beim Auftragsdurchlauf in der Produktion.

  • Bestellung erfassen — alle Daten aus dem eingehenden PDF, die das Teil danach durch jeden Schritt begleiten.
  • Wareneingang buchen — jedes Teil ab dem Eingang im System auffindbar.
  • Packliste — entsteht beim Verpacken automatisch aus den Daten.
  • Lieferschein — direkt aus dem Auftrag, mit allen Nummern der Bestellung.
  • Nachweis — scanbare Dokumente, die der Kunde direkt weiterverarbeitet.

Technisch läuft das System als eigenständige Anwendung (Java, Spring Boot) im Docker-Betrieb, mit automatisiertem Deployment. Für den Betrieb heißt das schlicht: Es ist da, wenn es gebraucht wird.

Das Ergebnis

12/2023
seitdem täglich produktiv
~400
Aufträge pro Monat
~1.200
Buchungen pro Monat
1–2
Störungen in 2,5 Jahren

Der aussagekräftigste Moment kam, als beim Auftraggeber selbst Teile durcheinandergerieten. Über die Nachweise im System ließ sich zurückverfolgen, was wohin gegangen war — und es wurden Teile wiedergefunden, die auf der Kundenseite falsch versendet worden waren. Der kleinere Zulieferer hatte den besseren Überblick.

„Wir hatten einen Auftrag angenommen, der lückenlose Nachweise für jedes Teil verlangte — mit Excel war das bei den Mengen nicht mehr zu machen. Eduard hat uns dafür ein System gebaut, das den kompletten Ablauf abbildet: Wareneingang, Lager, Packliste, Lieferschein, Nachweis. Es läuft seit Dezember 2023 jeden Tag, bei rund 400 Aufträgen im Monat, und in der ganzen Zeit hatten wir ein, zwei Störungen. Unser ERP haben wir dabei nicht angefasst — das läuft weiter wie vorher. Und wenn etwas ist, meldet er sich.“

Bülent Aksakal · Prokurist, Industrielackierservice Süd GmbH

Warum das für andere Betriebe interessant ist

Wenn Sie im Lohnauftrag fertigen, kennen Sie die Situation: Ein wichtiger Auftraggeber verlangt Nachweise, feste Nummernkreise und saubere Papiere — und Ihr ERP ist dafür nicht gemacht. Diese Lücke lässt sich schließen, ohne das ERP anzufassen.

Ein ähnlicher Ablauf bei Ihnen?

Erzählen Sie mir in zwanzig Minuten, wo bei Ihnen das ERP an der Hallentür endet. Danach wissen Sie, ob sich eine Lösung lohnt.

Noch nicht so weit? Was ich für Lohnfertiger baue